Wärmekammern

Aufbau
Kapazität: 2 - 48 Fässer / 16 Container in einem Gehäuse / Grössere Kammern mehrteilig

Materialien: Stahl, verzinkt / Edelstahlgüten / Aluminium

Aufstellung: Im Gebäude / im Freien

Ausstattung: Flache Stellfläche / Gitterrost / Palettenstrebe / Rollenbahn / Fördertechnik / etc.

Ausführung: Chemische, Pharmazeutische, Lebensmittel & Elektro-Industrie

Individualität: Standard-Lösungen und massgeschneidertes System
Aufbau
Beheizung
Bei Elektro-Wärmekammern werden in der Regel Widerstands-Heizstäbe an der breitesten Seite der Wärmekammer eingebaut. Ist dies nicht möglich, muss geprüft werden, ob eine zweiseitige Heizung sinnvoll ist. Für den Ex-Bereich werden Ex-Widerstands-Heizregister eingebaut, die für die Einhaltung der Temperaturklasse (T2 - T4) über eine eigene ex-geschützte Regelung verfügen.
 Beheizung
Bei Dampf-Wärmekammern werden Rippenrohr-Heizkörper einbaut, die ebenfalls an der breitesten Seite im Luftkanal positionier werden. Die Auslegung von Dampf-Heizregisters in Heizfläche, Rohrquerschnitt, Rippenstärke und Material ist eine schwierige Aufgabe. Wir haben daher mit der hiesigen Universität ein EDV-Programm zu Auslegung von Rippenrohr-Heizkörpern zum Einbau in Wärmekammern entwickelt. Hierdurch ist es uns möglich, die max. mögliche Leistungsabgabe in jedem Betriebspunkt (Temperatur) der Wärmekammer zu berechnen. Anhand Ihrer Vorgaben der gewünschten Endtemperatur und der gewünschten Kapazität der Wärmekammer legen wir unsere Heizregister optimal aus. Wird ein Heizregister aufgrund von Erfahrungswerten ausgelegt, SO2ist eine falsche Dimensionierung wahrscheinlich. Überdimensionierte Register haben zur Folge, dass es in der stationären Phase (Solltemperatur ist erreicht) zu starken Temperaturschwankungen kommen kann. Unterdimensionierte Heizregister haben zur Folge, dass die gewünschte Solltemperatur nur sehr langsam erreicht wird. Beheizung 
Steuerung
1. Konventionelle Steuerung
In der Regel besteht die Steuerung bei Wärmekammern aus elektronischem Regler und elektronischem Begrenzer. Zeitschaltuhren, Türkontaktschalter, Türverriegelungsmagnete, motorisches Umluft-/Abluft-System sind häufige Komponenten die ebenfalls in einer konventionellen Steuerung eingebaut sind

2. SPS-Steuerung
Mit einer SPS Steuerung verfügt die Wärmekammer über vielfältige Überwachungs-/Einstellungs- und Programmfunktionen, die alle zentral über einen Touch-Screen (Siemens) bedient werden können. Aufgrund der hohen Kosten für SPS-Komponenten und der aufwändigen Einzelprogrammierung ist im Vorfeld die komplette Bedienstruktur festzulegen und danach abzuwägen ob bei dem vorgesehenen Anwendungsfall eine SPS sinnvoll ist.

Das Bild zeigt die konventionelle Steuerung (Schaltkasten) einer Elektro-Wärmekammer mit den Komponenten Zeitschaltuhr, elektronischer Regler, elektronischer Begrenzer, Stör- und Betriebsleuchten sowie Ein- und Ausschalter für Heizung und Luftumwälzung. Im unteren Bereich ist der Hauptschalter in Not-/Aus-Funktion zu sehen.
 Steuerung
Luftführung
Der Luftführung kommt bei der Temperaturverteilung eine zentrale Bedeutung zu. Auch wenn alle anderen Komponenten, wie Luftgeschwindigkeit, Volumenstrom, Heizleistung und Regelung optimal aufeinander abgestimmt sind, kann eine unstimmige Luftführung die gesamte Temperaturverteilung negativ beeinflussen.

Wenn immer möglich, sollte die erwärmte Luft möglichst breitflächig in die Kammer unten eingeblasen werden. Hierzu ist erforderlich, dass die Heizung ebenso breitflächig in einem optimal dimensionierten Luftkanal eingebaut ist. Der Ventilator saugt die kalte Innenluft im oberen Bereich der Wärmekammer zentral an und bläst über den Luftkanal und die darin verbaute Heizung im unteren Kammerbereich breitflächig erwärmte Luft ein. Bei grösseren Wärmekammern sind daher mehrerer Ventilatoren erforderlich.
 Luftführung
Temperaturregelung
Elektro-Wärmekammern werden grundsätzlich elektronisch geregelt.

Die Begrenzung der Temperatur ist grundsätzlich vorhanden, jedoch wahlweise in elektronischer oder thermostatischer Ausführung lieferbar. Elektronische Regel-Komponenten (Regler/Begrenzer) werden über Pt100-Fühler angesteuert. 2 digitale Anzeigen erlauben das gleichzeitige, kontinuierliche Ablesen von Soll- und Ist-Temperaturen. Über Halbleiter-Relais oder Leistungssteller kann eine sehr feine Regelung der Temperatur erreicht werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für eine homogene räumliche und zeitliche Temperaturverteilung in der Wärmekammer. Die Temperaturverteilung an sich ist jedoch abhängig vom Zusammenspiel aller Komponenten, wie Regelung, Luftführung, Umluft-Volumenstrom, Heizleistung und Anordnung der Luftumwälzung und Heizung.

Regelung Dampf-Wärmekammern

Dampf-Wärmekammern können sowohl thermostatisch als auch elektronisch geregelt werden. Bei der elektronischen Regelung wird nicht - wie bei der Elektro-Wärmekammer - die Heizung ein- und ausgeschaltet, sondern ein Dampf-Stellgerät (Stellventil und Stellantrieb) in der Dampfzuleitung angesteuert. Bei der thermostatischen Regelung werden im Umluft Strom Kapillarrohrfühler verlegt, die die Temperatur über Flüssigkeitsausdehnung auf das Dampfregelventil übertragen. Solche Regelungen sind insbesondere im Ex-Bereich vorteilhaft, dass hier keine elektrischen Komponenten eingesetzt werden. Thermostatische Regelungen sind in ihrer Bedienung nicht so komfortabel wie elektronische, so dass wir - wo immer möglich - elektronische empfehlen.
 Regelung
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